Stadtoldendorf AHätte man sich als neutraler Zuschauer ein spannendes Saisonfinale gewünscht, so hätte es sicherlich genau so ausgesehen. Vier Spiele vor Schluss trennt den Tabellenführer aus Himmelsthür und den direkten Verfolger aus Stadtoldendorf lediglich ein Pünktchen, sodass das direkte Duell am 23. Spieltag in der Stadtoldendorfer „Rumbruchshölle“ mehr als nur einen richtungsweisenden Charakter besitzt. Gewinnen die Grün-Weißen das Aufeinandertreffen, steht die Tür in Richtung Verbandsliga weit offen, verlieren die Männer von der Fohlenkoppel die Begegnung, zieht der TV87 vorbei und hat kurz vor Ladenschluss alle Trümpfe in eigener Hand. Am Sonntag, um 17:00 Uhr ist Anpfiff des Gipfeltreffens der Landesliga Hannover, bei dem neben einer ordentlichen Portion Verbandsliga auch viel Kampf und Leidenschaft serviert werden wird.

Allein die Tatsache, dass der TuS mit rund 100 Himmelsthürer Fans rechnet und dafür gleich zwei Busse auf die Reise schickt zeigt den Stellenwert der anstehenden Begegnung. Zusammen mit dem traditionell begeisterungsfähigen Stadtoldendorfer Publikum wird der ein oder andere Spieler auf eine bisher unbekannte Kulisse treffen, die als x-Faktor nicht außer Acht gelassen werden darf. Neben den äußeren Einflüssen wir allerdings auch die spielerische sowie defensive Disziplin entscheidend sein. Beide Mannschaften haben eine für diese Liga außergewöhnliche Qualität in beiden Hinsichten. Während die Domvorstädter die mit Abstand beste Abwehr der Liga stellen, konnten die Stadtoldendorfer den Ball rund 30 Mal öfter im gegnerischen Gehäuse unterbringen als der TuS. Die Tordifferenz spricht dabei mit +136 zu +110 für die Himmelsthürer. Auch wenn die Bodenburg-Sieben in den letzten Begegnungen den souveräneren Eindruck machte und kaum etwas anbrennen ließ, ist das kein Indikator für den Ausgang des direkten Aufeinandertreffens.

„Ich vertraue meiner Mannschaft, dass auch unter diesen vermutlich beeindruckenden Rahmenbedingungen jeder Spieler an seine Leistungsgrenze gehen kann. Das und viel Disziplin wird sicherlich von Nöten sein, aber dann haben wir auch gute Chancen einen großen Schritt in Richtung unseres Saisonziels zu machen“, gibt sich TuS-Übungsleiter Maik Bodenburg zuversichtlich.