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Hallengebühren: Wenn Politik nur noch streitet, verlieren die Vereine
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NEWS24.8.2026

Hallengebühren: Wenn Politik nur noch streitet, verlieren die Vereine

Hallengebühren: Wenn Politik nur noch streitet, verlieren die Vereine

Die Handballer vom TuS Grün-Weiß Himmelsthür verfolgt die Diskussion um die Hallennutzungsgebühren im Landkreis Hildesheim mit wachsender Enttäuschung und zunehmendem Unverständnis.

Im März dieses Jahres wurde im Kreistag der politische Wille bekundet, die Sportvereine bei den Hallennutzungsentgelten zu entlasten und eine Lösung für die Vereine im gesamten Landkreis zu entwickeln. Grundlage dafür waren sowohl die Initiative von Landrat Bernd Lynack als auch Änderungsanträge der CDU.

Viele Vereine haben dies als positives Signal verstanden. Endlich schien erkannt worden zu sein, welchen unschätzbaren Beitrag Sportvereine für unsere Gesellschaft leisten. Doch Monate später müssen wir feststellen: Die politischen Versprechen sind bislang ohne greifbares Ergebnis geblieben.

In der jüngsten Kreistagssitzung scheiterten sowohl der Vorschlag der Kreisverwaltung als auch der Vorschlag der CDU an den notwendigen Mehrheiten.

Das Ergebnis ist ernüchternd.

Während die Politik über Zuständigkeiten, Finanzierungskonzepte und parteipolitische Positionen diskutiert, stehen die Vereine weiterhin vor Unsicherheit und ungelösten Fragen. Für die Verantwortlichen in den Vereinen spielt es jedoch keine Rolle, welche Partei am Ende recht hat. Uns interessiert nur, ob Lösungen gefunden werden.

Jeden Tag engagieren sich in den Vereinen des Landkreises unzählige Ehrenamtliche für Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren und Menschen unterschiedlichster Herkunft. Sie organisieren Trainingseinheiten, Wettkämpfe, Veranstaltungen und soziale Projekte. Sie investieren Zeit, Energie und Herzblut für das Gemeinwohl.

Die Vereine erfüllen ihren Auftrag.

Die Politik dagegen vermittelt derzeit den Eindruck, dass sie ihren Auftrag nicht erfüllt.

Demokratie lebt vom Austausch unterschiedlicher Meinungen. Sie lebt von Diskussionen und auch von kontroversen Debatten. Demokratie lebt aber ebenso von der Fähigkeit, Kompromisse zu finden und Entscheidungen umzusetzen. Genau daran scheint es derzeit zu fehlen.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger erleben eine Politik, die sich in Details verliert, anstatt gemeinsam pragmatische Lösungen zu erarbeiten. Das führt zu Frustration und Enttäuschung. Viele Menschen haben zunehmend das Gefühl, dass politische Auseinandersetzungen wichtiger geworden sind als die Interessen der Bürgerinnen und Bürger.

Diese Entwicklung ist gefährlich.

Denn wenn Beschlüsse gefasst, Erwartungen geweckt und anschließend keine Ergebnisse geliefert werden, schwindet das Vertrauen in die politische Handlungsfähigkeit. Die Folgen spüren nicht nur die Vereine, sondern letztlich unsere gesamte Gesellschaft.

Deshalb appellieren die Handballer vom TuS Grün-Weiß Himmelsthür an alle Fraktionen des Kreistages, die gegenseitigen Schuldzuweisungen zu beenden und ihrer gemeinsamen Verantwortung gerecht zu werden.

Der Sport braucht keine weiteren Debatten.

Der Sport braucht keine parteipolitischen Machtproben.

Der Sport braucht endlich eine tragfähige Lösung.

Gleichzeitig fordern wir den Kreissportbund Hildesheim auf, die Interessen der Vereine noch stärker zu bündeln und mit Nachdruck gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten. Die Vereine des Landkreises brauchen eine geschlossene und starke Stimme.

Es darf nicht länger darum gehen, wer einen politischen Erfolg für sich verbuchen kann.

Es muss darum gehen, was für die Menschen im Landkreis richtig ist.

Die Vereine haben ihren Beitrag längst geleistet. Sie schaffen Gemeinschaft, fördern Gesundheit, stärken Integration und vermitteln wichtige Werte für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Jetzt erwarten wir, dass auch die Politik ihren Beitrag leistet.

Die Handballer vom TuS Grün-Weiß Himmelsthür fordern alle Verantwortlichen auf, endlich an einem Tisch zusammenzukommen und eine gemeinsame Lösung zu finden. Nicht irgendwann. Jetzt.

Denn die Verlierer politischer Blockaden dürfen nicht länger die Vereine, ihre Ehrenamtlichen und die vielen tausend Sportlerinnen und Sportler im Landkreis Hildesheim sein.

Vorstand

Handballabteilung TuS GW Himmelsthür