
Was für ein Handballkrimi in Mellendorf! – JSG Söhre/Himmelsthür verliert 34:35

Das war heute nichts für schwache Nerven! 

Unsere JSG Söhre/Himmelsthür musste heute in Mellendorf antreten – und was sich dort über 50 Minuten entwickelte, war ein echtes Handball-Drama.
Von der ersten Sekunde an war zu spüren, dass beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollten. Mellendorf erwischte den besseren Start, doch unsere Jungs ließen sich davon überhaupt nicht beeindrucken. Wir hielten dagegen, fanden immer wieder gute Lösungen im Angriff und blieben dran.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Spiel, in dem kein Team dem anderen auch nur einen Zentimeter schenken wollte. Ging Mellendorf mit ein oder zwei Toren in Führung, kamen wir wieder zurück. Wir verkürzten, glichen aus und setzten selbst immer wieder Nadelstiche. Besonders Paul und Till übernahmen offensiv Verantwortung und sorgten mit ihren Treffern dafür, dass wir jederzeit im Spiel blieben.
Auch nach der Pause änderte sich nichts am Bild. Das Spiel wurde immer intensiver. Unsere Abwehr musste gegen einen körperlich starken Gegner Schwerstarbeit leisten, gleichzeitig versuchten wir im Angriff, mit Tempo und Bewegung Lücken zu finden.
Und unsere Jungs kämpften! 
Jeder Ball wurde umkämpft, jeder Zweikampf angenommen und kein Rückstand einfach hingenommen.
Mellendorf schaffte es immer wieder, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Doch unsere Mannschaft zeigte genau das, was sie auszeichnet: Moral! 
Wir kamen Tor um Tor zurück und machten aus einem vermeintlichen Vorsprung der Gastgeber wieder ein völlig offenes Spiel. Die Halle wurde lauter, die Spannung stieg und die letzten Minuten wurden zu einem echten Krimi.
Die letzten Minuten – nichts für schwache Nerven!
In der Schlussphase war wirklich alles möglich. Unsere Jungs kämpften um jeden Ball und wollten unbedingt etwas Zählbares aus Mellendorf mitnehmen.
Mellendorf legte vor – wir antworteten.
Mellendorf erhöhte – wir blieben dran.
Und plötzlich waren wir wieder ganz dicht dran.
Dann der bittere Moment: Mellendorf erzielte kurz vor Schluss das 35:34.
Doch Aufgeben? Keine Chance! 

Unsere Jungs warfen alles nach vorne. Mit der letzten Aktion bekamen wir noch einmal die Möglichkeit zum Ausgleich. Der Ball wurde Richtung Tor gebracht und landete tatsächlich im Netz.
Ausgleich? 35:35?
Für einen kurzen Moment schien es tatsächlich so, als hätten wir diesen unglaublichen Kampf noch belohnt bekommen. Doch dann die Ernüchterung: Der Treffer wurde nicht anerkannt.
Die letzte Entscheidung
Der Schiedsrichterbericht beschreibt die Situation anschließend genau: Das Kampfgericht hatte bereits das Schlusssignal gegeben. Aufgrund der Lautstärke in der Halle hatte der Schiedsrichter dieses zunächst nicht wahrgenommen. Nach der anschließenden Rücksprache mit dem Kampfgericht und den beiden Trainern wurde festgestellt, dass der Wurf erst nach dem Schlusssignal die Torlinie überquerte.
Damit wurde der Treffer nicht gewertet.
35:34 – Aus. Vorbei.
Was für eine bittere Niederlage! 
Unsere Jungs standen am Ende mit hängenden Köpfen auf dem Feld. So nah dran – und doch blieb der verdiente Punktgewinn aus.
Aber genau auf solche Spiele können wir trotzdem stolz sein. 

Denn unsere Mannschaft hat heute über 50 Minuten gekämpft, gerannt, verteidigt und niemals aufgegeben. Jeder hat für den anderen gearbeitet. Auch in den Phasen, in denen es schwierig wurde, haben wir uns immer wieder zurückgekämpft.
Und genau das nehmen wir aus Mellendorf mit:
Nicht das Ergebnis allein entscheidet, was eine Mannschaft ausmacht. Sondern wie sie kämpft, wenn es schwierig wird.
Heute haben unsere Jungs gezeigt, dass sie bis zur letzten Sekunde an sich glauben. 

Unsere Torschützen
* Paul – 8 Tore
* Till – 7 Tore
* Leo B. – 5 Tore
* David – 4 Tore
* Leo G. – 2 Tore
* Tino – 2 Tore
* Mika – 2 Tore
* Mick – 2 Tore
* Johannes – 1 Tor
* Julius – 1 Tor

Fazit
Mellendorf 35 – 34 JSG Söhre/Himmelsthür
Eine Niederlage, die weh tut. Eine Niederlage, bei der wahrscheinlich noch lange über die letzte Aktion gesprochen wird.
Aber vor allem ein Spiel, bei dem unsere Jungs gezeigt haben, was in ihnen steckt.
Kopf hoch, Jungs! 
Heute habt ihr vielleicht das Spiel verloren – aber ihr habt gezeigt, dass ihr als Mannschaft niemals aufgebt.

Einer für alle. Alle für einen. JSG Söhre/Himmelsthür! 
